|
Ausgabe 09/2006
IFA 2006Auf der Internationalen Funkausstellung IFA wurde der Name des neuen Satellitenanschlusses von ASTRA bekannt gegeben. Er lautet entavio.
entavio: digitaler Satellitenanschluss von ASTRA
Gegen ein geringes technisches Entgelt erhalten die Konsumenten Zugang zu der interaktiven Blucom-Plattform, Abo-TV, Video-on-Demand, Pay-per-View und einem elektronischen Programmführer. Zudem soll entavio den Fernsehempfang mit einem zukunftssicheren Receiver ermöglichen. Da das Kennzeichen dieser Digitalplattform offen und diskriminierungsfrei ist, können die künftigen entavio-Receiver natürlich auch die Signale anderer Satellitenangebote wie von Eutelsat und auch Free-TV-Programme verarbeiten.
lastminute.tv mit Blucom
Sobald der Reisewillige die passende Kombination aus diesen Möglichkeiten gefunden hat, kann er diese mit einem Knopfdruck als SMS versenden und wird umgehend vom lastminute.tv-eigenen Buchungcenter zurückgerufen. Blucom wird bereits von einigen deutschen Fernseh- und Radiosendern eingesetzt, jetzt jedoch erstmalig zur interaktiven Reisebuchung. Mit Blucom können TV-Sender ergänzende Programmhinweise und Zusatzdienste direkt auf das Handydisplay der Zuschauer schicken – die dann an Abstimmungen, Gewinnspielen, Auktionen teilnehmen oder Kaufangebote wahrnehmen können. Benötigt wird lediglich ein spezieller Browser für das Mobiltelefon. Weitere Informationen unter www.blucom.de und www.lastminute.tv.
Demonstrationskanal Blucom gestartet Am 31. August hat ASTRA für den Fachhandel am „Point of Sale“ den frei empfangbaren Demonstrationskanal für Blucom interactive gestartet. Mit ihm werden Verbraucher in Deutschland angesprochen. Zum Start des Demokanals, der in einer etwa zehnminütigen Wiederholungsschleife täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr läuft, sind derzeit verschiedene Sender mit ihrem Blucom-Dienst vertreten: unter anderem astro-tv, 1-2-3.tv, Deluxe Music, HSE24, PREMIERE WIN und Radio 2255. An Beispielen werden die unterschiedlichsten Anwendungen von Blucom gezeigt. Es handelt sich um zusätzliche Programminformationen, Teleshopping, Rate- und Gewinnspiele und Votings. Konsumenten, die an dem interaktiven Blucom-Dienst interessiert sind, erfahren so beispielhaft nicht nur die große Bandbreite der unterschiedlichen Anwendungen, sondern auch, wie einfach die Interaktion zwischen TV und Handy ist. Der Demonstrationskanal wird in Zukunft inhaltlich mit Beispielen weiterer Sender ergänzt. Gesendet wird über die ASTRA-Orbitalposition 19,2 Grad Ost (Frequenz 12,246 GHz; Vertikal; Symbolrate 27,5 MSymb/s; FEC 3/4). Die Kanalbezeichnung lautet „BLUCOM DEMOKANAL“. Weitere Informationen unter www.blucom.de.
HDTV ist Topthema Eine Umfrage der Kommunikationsagentur fischerappelt Kommunikation auf der IFA zeigt, dass 30 Prozent der Befragten HDTV für das Topthema der Funkausstellung halten. Zweitwichtigstes IFA-Thema mit 26,7 Prozent der Nennungen ist Digital Home Entertainment. Weitere Informationen unter www.fischerappelt.de.
Trend geht zu HDTV
„Bereits im kommenden Jahr wird es zur Selbstverständlichkeit werden, dass ein Fernsehgerät HDTV empfangen kann“, betonte Gerhard Schaas, Vorsitzender der Deutschen TV-Plattform und Technik-Vorstand der Loewe AG. „Für den Kunden wird es allerdings entscheidend sein, dass er mit einem Empfangsgerät alle verfügbaren Programme empfangen kann.“ Dr. Ralf Schäfer vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik zeigte sich überzeugt davon, dass das HDTV-Angebot in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. „Die Programmanbieter werden unter Druck geraten, da die Kunden verstärkt Empfangsgeräte mit HD-Displays kaufen, gute Bildqualität über Blu-ray DVDs genießen und daher auch eine verbesserte Bildqualität ihres Fernsehprogramms erwarten werden. Deshalb wird sich HDTV innerhalb der nächsten fünf Jahre am Markt durchsetzen.“ Die Programmanbieter arbeiten tatsächlich daran, zukünftig immer mehr HDTV-Inhalte anbieten zu können. Produktionsstudios und Fernsehtechnik würden bereits nach und nach auf HDTV umgerüstet, so Eckhard Matzel, Koordinator für technische Grundsatzangelegenheiten des ZDF. „Die Satellitenbetreiber setzen klar auf HDTV, da die sehr gute Bildqualität ein besonders starker Treiber für die Digitalisierung sein wird“, so Markus Fritz von SES ASTRA. „Wir rechnen damit, dass wir bereits 2010 etwa 100 HD-Kanäle über Satellit anbieten können – für uns ist das eine Flächenversorgung.“ Auch die Produktionstechnik sei bereits auf HDTV eingestellt, sagte Professor Gerd Bock vom Institut für Rundfunktechnik. „Alle neuen Studios werden HDTV-Inhalte produzieren können und alle elektronischen Kameras sind heutzutage HDTV-Kameras. Auch die Übertragungswege zwischen den Studios sind digitalisiert. Man kann also sagen, dass die Vorarbeit geleistet worden ist.“
Flachbildschirme bleiben Renner Analog zu den vergangenen Jahren sind Fernsehgeräte in Europa der stärkste Wachstumsträger in der Unterhaltungselektronik. Der Umsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um 35 Prozent gestiegen, wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens GfK ergab. Verantwortlich dafür ist zwar einerseits die Fußball-Weltmeisterschaft. Der Hauptgrund ist allerdings darin zu sehen, dass der Verbraucher sich zunehmend vom klassischen Röhrenfernseher verabschiedet und zum Flachbildschirmgerät mit LCD- oder Plasma-Display wechselt. Der Umsatz von LCD-Geräten stieg um 125 Prozent. Besonders begehrt waren Geräte ab einer Bildschirmdiagonale von 82 Zentimetern: Jeder Dritte kaufte einen Fernseher dieser Größe. 9 Prozent der Käufer erwarben Geräte mit einer Diagonale über 100 Zentimeter. Der Umsatz von Fernsehern mit Plasma-Display stieg um 39 Prozent. Die gekauften Geräte besitzen meist eine Bildschirmdiagonale von 106 Zentimetern. Aufgrund der bisherigen Umsätze prognostiziert die GfK für das Geschäftsjahr 2006 einen Absatz von rund 14,2 Millionen Fernsehern mit LCD-Display und 2,4 Millionen mit Plasma-Display. Jeder Käufer gibt in diesem Jahr durchschnittlich 676 Euro pro TV-Gerät aus – das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies spiegelt den Trend zu höherwertigen Produkten wider. Innerhalb der einzelnen Bildschirmkategorien gehen die Preise aber deutlich zurück: Für Flachbildfernseher mit LCD-Display und einer Bildschirmdiagonale von 82 Zentimetern sank der Durchschnittspreis um 33 Prozent, bei Plasmabildschirmen um 22 Prozent. Weitere Informationen unter www.gfk.com.
Erste DVD-Player für HD gezeigt Ihre europäische Markenpremiere feierten auf der IFA die DVD-Nachfolger HD-DVD und Blu-ray. Erste Geräte sollen bereits zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen. Der Unterschied zwischen beiden: Das Fassungsvermögen von HD-DVD liegt zwischen 15 und 30 Gigabyte statt der bisherigen 8,5 bei einer herkömmlichen DVD. Unterstützt wird HD-DVD von Toshiba, Sanyo, NEC, Microsoft, HP und Intel und konkurriert um die Nachfolge der DVD mit der Blu-ray Disc von Herstellern wie Panasonic, Philips, Dell, Matsushita, Pioneer, Apple, Sony und Thomson. Blu-ray hat ein Speichervolumen von bis zu 50 Gigabyte. Beide Systeme nutzen einen blauen Laser.
Satellit beliefert Kinos Die Betreiber von Kinos können sich über eine neue Komplettlösung von T-Systems die Spielfilme ab sofort digital via Satellit zuspielen lassen. Vorgestellt wurde das System von der Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom auf der IFA in Berlin. Die als so genannte Digital Cinema Packages verschlüsselten Filme sind in wenigen Stunden überspielt. Vorteil: keine Kurierdienste und somit Zeitersparnis, keine Verschleißerscheinungen beim Abspielen und höherer Farb- und Schärfeeindruck des Bildmaterials. Seit Ende Juli nutzen bereits zwei Kinos in Nürnberg und Wien das neue Übertragungsverfahren. Weitere Informationen unter www.t-systems-mediabroadcast.de.
IPTV erst in drei Jahren Umsatzbringer Laut einer Studie des Technologie-Dienstleisters Accenture und des Wirtschaftsmagazins „Economist“ erwarten von 302 befragten Entscheidungsträgern aus mehr als 300 Telekommunikationsunternehmen signifikante Umsätze für IPTV (internetbasiertes Fernsehen) erst in drei Jahren. Die größten Herausforderungen für IPTV-Anbieter sind nach Ansicht der Befragten hohe Gebühren, die der Zuschauer für den Netzzugang oder die Geräte entrichten muss, sowie mögliche Qualitätsprobleme und die Bereitstellung hochwertiger Inhalte. Weitere Informationen unter www.accenture.com/iptvmonitor1.
Breitbandatlas aktualisiert Eine aktualisierte Version des Breitbandatlas ist jetzt verfügbar, wie das Bundeswirtschaftsministerium auf der IFA mitteilte. Der Atlas zeigt, wo es in Deutschland welchen Zugang zum schnellen Internet gibt und welche Anbieter zur Verfügung stehen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2008 etwa 98 Prozent aller Haushalte einen Breitband-Internetzugang erhalten. Der Satellit ist dabei bereits heute überall als breitbandige Infrastruktur verfügbar. Weitere Informationen unter www.zukunft-breitband.de.
|




