ASTRA Direkt Dezember 2007



 Zum Newsarchiv »





Ausgabe 11/2006

Gemeinsamer elektronischer Programmführer

ARD, ZDF und der Verband der privaten Rundfunkanbieter (VPRT) haben sich auf ein Papier verständigt, um die Übermittlung digitaler Programminformationen zu regeln. Zuschauern soll der Standard mehr Komfort und Übersichtlichkeit bescheren.

 

ARD, ZDF und der Verband der privaten Rundfunkanbieter (VPRT) haben sich auf ein Papier verständigt, um die Übermittlung digitaler Programminformationen zu regeln. Zuschauern soll der neue, gemeinsame Standard mehr Komfort und Übersichtlichkeit bescheren. Die Zuschauer bekommen dadurch einheitlich angeordnete Bouquets präsentiert, aus denen sie sich ihre Lieblingskanäle aussuchen können. Das soll aufwändiges Suchen überflüssig machen.

 

Und darum geht es: Im Zuge der Digitalisierung der Übertragungswege wird eine für die Verbraucher kaum noch zu überblickende Zahl an Angeboten (Rundfunkprogramme und Mediendienste) verfügbar sein. Deren Auffindbarkeit ist künftig sowohl für die Verbraucher als auch für die Anbieter von zentraler Bedeutung. Mit fortschreitender Digitalisierung etablieren Hersteller von Endgeräten sowie Netz- und Plattformbetreiber eine Vielzahl von Navigatoren und elektronischen Programmführern (EPG) im Markt, die dem Nutzer zur Orientierung und Steuerung in der digitalen Programmwelt dienen sollen.

 

Vor diesem Hintergrund wurden gemeinsame Grundanforderungen an die Ausgestaltung von Navigatoren/EPGs hinsichtlich Funktionalitäten, Angebotsdarstellung und Benutzerfreundlichkeit erarbeitet. Marktgegebenheiten, die technische Umsetzbarkeit und die bestehenden Nutzungsgewohnheiten der Zuschauer sind dabei genauso berücksichtigt wie die rundfunkrechtlichen Anforderungen hinsichtlich Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit. So sollen Navigatoren/EPGs grundsätzlich werbefrei und neutral gestaltet werden. Herausstellungen einzelner Angebote oder Anbieter sollen nicht erfolgen und die Listung/Sortierung der Programme und Angebote, deren Darstellung sowie die Vergabe von Programmplatznummern sollen diskriminierungsfrei sein.

 

Die Empfehlungen für „Anforderungen an Navigatoren/EPGs“ richten sich an die Hersteller und Betreiber von Navigatoren/EPGs über alle Verbreitungswege (zum Beispiel Kabel einschließlich IPTV, Satellit und Terrestrik) und Endgeräte (zum Beispiel Fernseher, Set-Top-Boxen, PCs, Mobiltelefone oder MDAs/PDAs), über die Rundfunkinhalte und Mediendienste übertragen und empfangen werden. Die Initiative wird von ASTRA voll unterstützt. Weitere Informationen unter www.vprt.de.

 




Zum Newsarchiv »


Impressum