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Ausgabe 04/2007
BreitbandversorgungECO kritisiert DSL-Ausbau; Lückenlose DSL-Versorgung Illusion?; ASTRA2Connect als Alternative.
Kritik am Stillstand beim DSL-Ausbau
ECO, der Verband der deutschen Internetwirtschaft, hat die seiner Ansicht nach weiterhin unzureichende DSL-Versorgung kritisiert. Die weißen Flecken im Bundesgebiet seien nicht wesentlich kleiner geworden, so der Verband. Ganze Gewerbe- und Stadtgebiete sowie kleinere Orte seien von der DSL-Versorgung abgeschnitten. Die Deutsche Telekom werde den Ausbau an Standorten, die ihr nicht wirtschaftlich erscheinen, auch zukünftig ablehnen. Aber es gebe für jeden Standort in Deutschland eine umsetzbare und funktionierende Alternative zu T-DSL, auf die Unternehmen, Kommunen und Verbraucher innerhalb kürzester Zeit zugreifen können. www.eco.de
Studie: Bleibt lückenlose DSL-Versorgung Illusion?
Auch in den nächsten Jahren wird es in Deutschland keine Vollversorgung mit der DSL-Technik geben. So seien nach Versuchen der Fraunhofer-Einrichtung "Systeme der Kommunikationstechnik" in einem klassischen Telekommunikationskabel derzeit nur maximal 60 Prozent der verfügbaren Anschlüsse für die heutige DSL-Technik nutzbar, berichtete kürzlich die Fachzeitschrift "Computerwoche". Ein wesentlicher Grund hierfür sei, dass die Telefonkabel ursprünglich zum Telefonieren nur für eine Übertragung im Frequenzbereich bis zu 3,4 Kilohertz vorgesehen waren. Bei der DSL-Technik müssten diese Kabel nun Frequenzen von bis zu 2,208 Megahertz (bei ADSL2+) verkraften. Außerdem seien im deutschen Telefonnetz Kabel mit unterschiedlichen Leitungsquerschnitten verlegt. Vereinfacht gilt: Je größer der Querschnitt, desto höhere Datenraten und Entfernungen lassen sich mit DSL transportieren beziehungsweise überbrücken. Das so genannte Dynamic Spectrum Management (DSM) könnte Abhilfe bei der Störanfälligkeit schaffen. DSM ermöglicht einen geregelten DSL-Einsatz, indem die Parameter aktiv angepasst würden. Auf diese Weise sollen Reichweiten sowie Übertragungsgeschwindigkeit erhöht werden. Die neue Technik soll voraussichtlich 2009 zum Einsatz kommen. Die Vollversorgung wird aber auch damit nicht machbar sein. www.esk.fraunhofer.de
ASTRA2Connect: die Alternative zu DSL
Rund 1.400 Gemeinden mit etwa drei Millionen Haushalten stehen nach offiziellen Daten des Bundesministeriums für Wirtschaft ohne DSL-Versorgung in Deutschland da. Vor allem in ländlichen Gegenden existiert immer noch eine "digitale Spaltung" in Bezug auf den Zugang ins Internet. Die Alternative für einen kostengünstigen interaktiven Breitband-Internetanschluss in den unterversorgten beziehungsweise gar nicht versorgten Regionen ist ASTRA2Connect. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich eine satellitenbasierte DSL-Infrastruktur. ASTRA und sein Kooperationspartner Filiago (www.filiago.de) bieten damit einen innovativen und vollständig auf Satellitentechnik basierenden Breitbandservice mit Flatrates bis zu 1024 Kbit/s an. Um den Dienst zu nutzen, benötigt der Konsument neben seinem PC und einer Zugangskennung lediglich drei Hardware-Komponenten: das ASTRA2Connect-Satellitenmodem (Plug & Play) mit Ethernet-Schnittstelle, eine Satellitenantenne (80 cm) und ein interaktives LNB. In wenigen Schritten eingerichtet und mit dem PC über die Ethernet-Schnittstelle verbunden, werden die Daten über das interaktive LNB bidirektional vom Satelliten empfangen und auch wieder gesendet: ein entscheidendes Plus gegenüber Lösungen, die als Rückkanal immer noch eine Telefonleitung nutzen. Als Marketing- und Vertriebsorgan bietet Filiago dem Konsumenten Komplettpakete zum Kauf oder Leasing an. Betrieben auf der Orbitalposition 23,5 Grad Ost wird dem Provider Filiago vom Satellitenbetreiber SES ASTRA (www.ses-astra.com) ein "Always on"-Service einschließlich uneingeschränktem Volumenverbrauch sowie einer hohen Serviceverfügbarkeit bereitgestellt. Die notwendige Satelliten-Internetplattform steht als Kernelement bei SES ASTRA im luxemburgischen Betzdorf. Diese Plattform beinhaltet eine hochverfügbare und leistungsfähige globale Internet-Konnektivität, welche über mehrere so genannte "Tier-1 Carrier" erstellt wird. Die Verbindung zum Satelliten wird per DVB-Multiplex über das ASTRA-Uplink-Center hergestellt. Hierzu werden die Daten vom Server innerhalb eines DVB-S2-Containers verpackt, anschließend zum Satelliten geschickt und von dort auf das Satellitenmodem des Empfängers übertragen. Die eingesetzten Techniken ermöglichen den Nutzern sowohl einen schnellen Datentransfer als auch einen schnellen Seitenaufbau beim Internetsurfen. Bezüglich Internet-Telefonieanwendungen (VoIP) sorgt das "Quality of Service"-Management für einen reibungslosen Betrieb. Hier wird stets ein Minimum an Bandbreite reserviert, damit eine VoIP-Anwendung selbst bei hoher Auslastung nicht ins Stocken geraten kann.
Die folgende Tabelle liefert eine Preisübersicht zu ASTRA2Connect-Flatrates von Filiago mit Breitband-Internetzugang und Internet-Telefonie-Unterstützung.
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