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Ausgabe 04/2007
GMES: Neues Satellitennetz für ErdbeobachtungDie Europäische Union will rasch ein globales Netz von Beobachtungssatelliten zur zivilen und militärischen Nutzung aufbauen. Das Europäische Erdbeobachtungssystem GMES soll aus 30 Satelliten bestehen und ab 2014 voll funktionsfähig sein. Von jedem Punkt der Erde werde es in kürzester Zeit scharfe Bilder und Messdaten liefern und "das weltweit beste Angebot sein", sagte EU-Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen auf einer Fachkonferenz in München. Damit ließen sich zum Beispiel illegale Rodungen in Regenwäldern erkennen oder in einem afrikanischen Flüchtlingslager die Zahl der Hilfsbedürftigen bestimmen. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten GMES-Dienste den Kunden zur Verfügung stehen. Die Daten werden weltweit angeboten und stehen Behörden ebenso wie kommerziellen Nutzern zur Verfügung. Das Programm soll zudem für militärische Aufgaben genutzt werden. Die Gesamtkosten von GMES bezifferte Verheugen auf insgesamt 2,4 Milliarden Euro. GMES vernetzt bereits bestehende Systeme und erweitert die Möglichkeiten durch neue Satelliten. In einem ersten Schritt würden drei Dienste zur Beobachtung der Landnutzung, für maritime Informationen und für Katastrophenfälle unter dem Dach von GMES zusammengeführt, hieß es. Bis 2011 sollen fünf neue Satelliten in Umlaufbahnen gebracht und mit 25 bestehenden Satelliten und Messeinrichtungen am Boden, auf Schiffen und Bojen sowie in Flugzeugen vernetzt werden. GMES ist ein Kooperationsprojekt der EU mit der Europäischen Weltraumagentur ESA, in der auch Nicht-EU-Staaten mitarbeiten. www.dlr.de/rd/rp6/gmes.html |

