ASTRA Direkt Dezember 2007



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Ausgabe 12/2007

Historisches

Das Geschichtsbuch der Rundfunkentwicklung verzeichnete für das Jahr 2007 zahlreiche "runde Geburtstage" bedeutender Entwicklungen: Vor 120 Jahren (1887) wies Heinrich Hertz die Wellenausbreitung nach, vor 110 Jahren (1897) konnten Funkwellen aufgrund vieler technischer Verbesserungen die Entfernung von 21 Kilometern überbrücken, vor 100 Jahren (1907) lauschte das deutsche Kaiserpaar erstmals der drahtlosen Musikübertragung und vor 90 Jahren (1917) konnte 60 Kilometer weit gesendet werden und der Rundfunkpionier Hans Bredow prophezeite „Rundfunk für alle“. Und vor 40 Jahren am 25. August 1967 wurde das deutsche Fernsehen bunt. Willy Brandt startete mit einem symbolischen Knopfdruck auf der 25. Funkausstellung in Berlin die Ausstrahlung des Farbfernsehens in Deutschland.

Auch die Mobiltelefontechnik wird mit bereits 15 Jahren immer älter: Mitte 1992 gingen die beiden digitalen D-Netze D1, damals in Besitz der Deutschen Bundespost Telekom, heute Deutsche Telekom, und Vodafone an den Start. Sie legten die Basis für die mobile Massenkommunikation in Deutschland. Stand damals die reine Telefonie im Vordergrund des Interesses, so sind heute zahlreiche Zusatzdienste bis hin zum mobilen Fernsehen an der Tagesordnung. Die vor 15 Jahren ganz neue Freiheit, praktisch überall und ohne Draht telefonieren zu können, überzeugte schnell. Zudem gab es immer neue, ergänzende Funktionen. 1995 wurde der Short Message Service, besser bekannt als SMS, eingeführt. Wohl niemand ahnte zu dieser Zeit, dass SMS, speziell bei Jugendlichen, fast noch beliebter werden sollte als das Telefonieren. Mit Multimedia Messaging Service wurde das Handy 2002 Multimedia-fähig und kann seitdem auch Bilder übertragen. Mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) startete 2004 die dritte Mobilfunkgeneration. UMTS ermöglicht eine schnellere Datenübertragung über die entsprechenden Mobilfunknetze. Digitale Kameras, MP3-Player, mobiler Internetzugang, Navigationsfunktionen und mobiles Fernsehen gehören mittlerweile bei vielen Geräten zur Standardausstattung. Heute sind in Deutschland über 80 Millionen Handys im Markt, also mehr Geräte als das Land Einwohner hat. Rund 80 Prozent der Nutzer können inzwischen mit ihrem Handy auf das Internet zugreifen. Weltweit zählen die Marktforscher rund zwei Milliarden Handynutzer (www.gfu.de).




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